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Risiko- und Zuverlässigkeitsanalysen |
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Sicherheitstechnische Anforderungen sind u.a. in anwendungsunabhängigen
und in anwendungsbezogenen Normen und Standards festgelegt, die damit
die maßgeblichen Prüfgrundlagen für Bauart- oder Typprüfungen
darstellen.
Die Anforderungen resultieren dabei aus Risikoanalysen der entsprechenden Anwendung. Dies hat zur Folge, dass unterschiedlichen Anwendungen in der Regel unterschiedliche Kategorien oder Level von sicherheitstechnischen Anforderungen zugeordnet sind.
Bei Anwendungen, für die solche Level oder Kategorien nicht allgemein verbindlich festgelegt sind, bietet die internationale anwendungsunabhängige Norm IEC 61508 Vorgehensweisen und Hilfsmittel zur Ermittlung des Risikos und der diesem Risiko zugeordneten Anforderungen an die Sicherheits- oder Schutzeinrichtungen.
Die Ermittlung des Risikos erfolgt prinzipiell durch Betrachtung von Kombinationen aus Schadensauswirkungen und -eintrittswahrscheinlichkeiten für den Prozess einschließlich der Automatisierungseinrichtungen ohne Sicherheits- und Schutzeinrichtungen. Das Ergebnis ist ein Safety Integrity Level (SIL). Die Sicherheits- und Schutzeinrichtungen müssen dann die dem SIL zugeordneten Anforderungen erfüllen, womit das Risiko der Anwendung auf ein tolerierbares Risiko reduziert wird.
Im Geschäftsfeld ASI werden Risikoanalysen beispielsweise zur Abklärung der Anforderungen an Sicherheits- und Schutzsysteme ausgeführt.
Neben der Erfüllung der sicherheitstechnischen Anforderungen ist für den Anwender die Zuverlässigkeit bzw. Verfügbarkeit einer Anlage oder eines Prozesses von Interesse. Diese Kenngrößen können durch Analyse der Struktur sowie der Ausfallraten und Ausfallarten der beteiligten Komponenten einschließlich Automatisierungseinrichtungen ermittelt werden.
Dabei sind die Einflüsse der Sicherheitseinrichtungen mit zu betrachten. In der Regel werden nämlich Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit einer Anlage in starkem Maße von der Art und Wirkungsweise der Sicherheits- und Schutzeinrichtungen mit bestimmt. Beispielsweise tragen alle erkannten Fehler, die zur Abschaltung der Anlage führen, direkt zur Verringerung von Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit bei.
Bei redundanten Strukturen ist dieser Einfluss wesentlich geringer, wobei wiederum 2oo3 Strukturen Vorteile gegenüber 1oo2 Strukturen aufweisen.
Wir führen Zuverlässigkeits- und Verfügbarkeitsanalysen sowie Beratungen zur Erhöhung von Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit von Systemen durch. Günstig ist dabei eine Kombination mit den notwendigen Sicherheitsanalysen, da teilweise auf das gleiche Datenmaterial (z.B. Ausfallraten) zurückgegriffen werden muss.
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